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Mit anderen Augen

Es ist schon fast wieder Ende Juli. Seit dem letzten Eintrag hat sich wieder vieles verändert.
Ehrlichgesagt weiss ich gar nicht wieso ich den Titel so gewählt habe. Mit anderen Augen…
Fangen wir mit der Lage an.

Die sieht aus wie folgt:
Wenn ich frei habe, übernachte ich bei meinem Freund, ab und zu esse ich auch in meiner Mittagsschicht bei ihm, jetzt, da er nicht mehr arbeitet. Allerdings bin ich ihm deswegen nicht mehr böse, denn er hat mittlerweile schon zwei neue Jobangebote.
Dass ich ihm nicht mehr böse bin heißt nicht, dass ich auch nicht mehr enttäuscht bin. Schlussendlich ist es einfach nur gut gekommen und es ist einfach nur Glück, hätte auch anders kommen können.
Aber Okay das lassen wir mal beiseite. Auch ist es wieder etwas anders geworden. Er ist viel herzlicher, hat sich vor allem die erste Zeit Mühe gegeben, Wohnung aufgeräumt fast immer blitze blank und naja.
Er hat mir gesagt, ich kann jederzeit wieder zurück kommen. Nun bin ich es, die nicht zurück geht.

Das Problem ist, ich habe mich umgedreht und laufe zurück… Also wieder in die Falle. Es ist ein schönes Gefühl und es kehrt so ziemlich alles zurück, was ich verdrängt habe. Meine Gefühle zu ihm.
Aber andererseits macht es mir auch Angst.
Ich habe Angst, es geht irgendwann von vorne los. Dann bin ich wieder mittendrin und stehe wieder am Anfang dieser drei Monate. Das hatte ich eigentlich nicht mehr vor.
Andererseits war das alles anders gemeint von meinem Freund. Wir haben nun schon öfter über das geredet und es war einfach von Anfang an nicht dass, was wir wirklich gedacht haben. Was er gesagt hat, was ich gesagt habe. Es war einfach alles anders gemeint.

Nun, da das Ganze mit dem Job war bin ich die einzige, die noch daran glaubt, dass er irgendwann mal etwas durchziehen wird. Ich finde, dass es wichtig ist, dass man nicht einfach behauptet sondern die Chance ihm lässt sich doch noch zu beweisen und trotzdem die Hoffnung wahrt. Aber das ist einfacher gesagt als getan. Es fällt mir wirklich schwer, daran zu glauben, dass er es durchziehen wird. Genauso das Kiffen und zocken. Wobei er mit dem Kiffen wirklich enorm gebremst hat.

Ganz am Anfang von den drei Monaten hat er mir etwas gesagt, was mir noch bis heute im Kopf rumschwirrt und dass noch mehr, als irgendwann anders in den drei Monaten.
Er sagte mir, wir sollen zusammen sein wollen und nicht zusammen sein, weil wir uns brauchen. (Er sagte es nicht in diesen Worten, aber dass meinte er. Weil er mit damals unterstellte, ich würde ihn brauchen und deswegen würde es mir so schwer fallen auszuziehen)
Er hatte recht, ich brauchte ihn viel zu sehr. Ich war eigentlich immer der Meinung, dass dies auch Bestandteil einer Beziehung ist. Zusammen sein, weil man es will und weil man sich braucht.
Ich habe in den ganzen Monaten nie verstanden, was daran falsch sein soll…
Auch heute versteh ich es ehrlich gesagt nicht. Selbst wenn ich jetzt immer noch bei meiner Mutter festsitze und ihn tatsächlich nicht mehr „brauche“. Ich weiss jetzt, dass ich auch ohne ihn leben könnte.
Aber ich versteh nicht, was der Sinn daran ist, dies zu wissen. Vielleicht wollte ich das doch gar nicht wissen?!

Mein Glaube ist grösser geworden, ich kann mir wieder vorstellen eines Tages mit ihm zu wohnen. Allerdings hängt das noch stark davon ab, wie es mit ihm weitergeht. Mit Job, mit zocken und dem Kiffen.
Und sollte alles wieder so werden, wie es mal war – bleibt von meiner Seite der Schaden, dass ich ein vollkommen anderes Bild zu unserer Beziehung habe.
Sie ist nicht mehr die Beziehung, von der ich immer gedacht habe, dass sie es ist. Das Besondere daran, dass, was ewig halten sollte, die Sicherheit dafür.
Ich würd es liebend gern wieder mit anderen Augen sehen, aber im Moment geht das noch nicht. Ich hoffe, es kommt irgendwann wieder…
26.7.14 20:05


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