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Der Anfang vom Ende

Hallo, mein Name ist ... eigentlich ziemlich unwichtig. Ich hatte in der letzten Zeit/Jahre nie wirklich die Gelegenheit zu sagen, was ich wirklich denke. Sollte mir irgendwann etwas passieren oder ich entscheide mich dazu abzuhauen, will ich etwas dem Menschen hinterlassen, welcher mir so wichtig ist. Den zu oft hat er mir gezeigt, dass er mich irgendwie doch nicht wirklich kennt/versteht.
Wir Menschen sind sehr stolze Tiere. Ist das nicht der Grund wieso so viele Freundschaften und Partnerschaften kaputt gehen, sogar Familien? Klar.
Meistens würde es so vieles klären, wenn wir nur wirklich sagen würden, was wir denken, wie wir etwas meinen und was wir fühlen.

Leider ist das ganze einfacher gesagt als getan. Sich richtig auszudrücken, das haben wir irgendwie verlernt. Zudem haben wir auch längst vergessen, wie man richtig versteht… Man muss lernen nicht nur mit dem eigenen Horizont zu arbeiten.
Egal wie gut man einen Menschen kennenlernen wird, wenn irgendwann die Zeit gekommen ist, dann kommen all die Erfahrungen und all dass, was wir zu wissen meinen, ins Spiel. Wir werden vergleichen und verglichen werden. Wir werden behaupten – ohne zu wissen, werden verurteilt – ohne dass sie wissen.
Alles nur, weil wir nicht verstehen und uns nicht verständlich ausdrücken können. Obwohl es so einfach wäre, es ist das erste was wir lernen, zu sprechen und zu verstehen. –Kommunikation -

Ich bin 23 Jahre alt. Mein Freund - Meine erste grosse Liebe - ist ein Jahr älter als ich. Wir sind in knapp drei Monaten 4 Jahre schon ein Paar, seit 3 Jahren wohnen wir zusammen. Kennen tun wir uns schon ein halbes Leben. Wir sind zusammen aufgewachsen, er war sowas wie mein bester Freund - bis wir uns verliebt haben. Es war perfekt, wir hatten dieselben Ziele, dieselbe Meinung, wir hatten uns und eine unendlich grosse Liebe. Ich hätte nie gedacht, dass ich jemanden, der nicht zur Familie gehört jemals so lieben könnte.
Wir waren so verschieden. Ich habe meine Schule abgeschlossen, hatte einen guten Job in dem ich sehr viel verdient habe, wohnte noch zu Hause, konnte mir leisten was auch immer ich wollte.
Er hingegen hat die Schule nicht abgeschlossen, war kriminell, zockte und kiffte. Aber er war anders als alle anderen. Er war etwas besonderes, das wusste ich schon als ich 11 Jahre alt war.

Wir verliebten uns und kamen im Sommer, Mitte Juli 2010 zusammen. Wir verbrachten jeden Tag miteinander, er zockte den ganzen Tag bis ich zu ihm nach Hause ging nach der Arbeit. Frisch verliebt schien uns alles andere vollkommen unwichtig, wir hatten uns - der Rest war völlig egal.
So ging es ein halbes Jahr, dann haben wir uns gemeinsam eine Wohnung gesucht. Vielleicht mag es für viele zu früh erscheinen, aber er hat als Kind schon mal 4 Monate bei uns gewohnt und wie gesagt, wir hingen seit eh und je fast jeden Tag miteinander ab. Das Problem war, er hatte keinen Job und wir sind trotzdem ausgezogen. Ich habe uns beide Unterhalten, er hatte kein Einkommen, nicht mal vom Sozialamt. So kamen wir natürlich langsam schleichend in die Schuldenfalle. Er hat dann einen Job gefunden, aber nur Befristet. So konnten wir uns ein bisschen wieder fangen, jedoch ging das Ganze von vorne los, als er dort dann gehen musste.
Es gab Zeiten, da wussten wir nicht, was wir essen sollten. Ich konnte meinen BMW nicht verkaufen, da ich das Auto für meine Arbeit brauchte und der BMW bereits eine hohe Km Anzahl hatte und halt diverse Mängel schon da waren. Diese Probleme haben uns sehr mitgenommen, jedoch hatten wir immer noch uns. Wir wurden immer frustrierter in unserem Leben, da die Probleme immer grösser wurden. Wir wären längst unter der Brücke- hätten unsere Eltern uns nicht geholfen.
Und für was? - Schlussendlich geh ich ihm nur noch auf die Nerven.

Wir hatten vor zwei Wochen einen Streit, was dann bald zu einer ruhigen Diskussion wurde in der wir fast Schluss gemacht hätten. Weinend saßen wir auf dem Bett, wir wussten nicht, was wir tun sollten. Wir lieben uns immer noch, doch wir können nicht glücklich sein.
Ich hatte solche Angst ihn zu verlieren, dass mich jeder in die Klapse gesteckt hätte – hätte er mich an diesem Abend sehen können.
Außerdem wurde er richtig gemein in den zwei Wochen. Ich wollte nur wissen, was Sache ist, konnte ihn aber nicht darauf ansprechen, weil er nicht diskutieren wollte. Also fasste ich auf, was mir entgegen kam und bildete mir so das Bild - es wird bald vorbei sein.
Denn nun will er ausziehen, wir sollten getrennte Wohnungen haben und mal sehen wie es sich entwickelt. Was er nicht verstand ist, dass ich halt trotzdem weiter nerve, weil ich wissen wollte – wieso auf einmal?!
Seine Sicht: Er will ausziehen, sein Leben in den Griff kriegen, lernen für sich selbst zu Sorgen. Er will das wir uns sehen, wie ein normales Paar, vielleicht zusammen in den Urlaub fahren, und irgendwann, wenn ich Schwanger bin, wieder mit mir zusammenziehen und die Familie Gründen, die wir mal werden wollten. Doch ich suche jeden Tag nach einem Grund zum mit ihm diskutieren. Ich mache mir den ganzen Tag Gedanken, was ich vorbringen kann, um mit ihm zu streiten/diskutieren.
Meine Sicht: Er will ausziehen und sein Leben in den Griff kriegen. Er will langsam sich von mir entfernen, bis irgendwann Schluss ist. Wenn er mich doch lieben würde, wäre er nicht so gemein zu mir. Ich versuche den ganzen Tag nicht zu heulen, ich mache mir Gedanken, versuche jetzt schon mich damit abzufinden, dass es bald vorbei ist. Diese Übergangsfase macht mich fertig, ich will Klarheit, auch wenn es negativ ausgeht. Ich suche das Gespräch, obwohl ich weiss, dass er nicht mit mir reden will…

Gestern Abend haben wir geredet, er war sauer, weil er die Diskussionen nicht mehr erträgt. Er ist so ausgerastet ich dachte, das ist der Todesstoß unserer Beziehung. Tja dann haben wir halt geredet und er hat mir seine Sicht erklärt. Gerade bin ich bei meiner Mutter, ich habe mit ihm ausgemacht, dass ich für eine Woche bei ihr bleibe, damit seine Wut auf mich ein wenig sinken kann / sich die Lage ein wenig beruhigt. Denn wir sitzen in der Wohnung fest bis September. Es tut weh daran zu denken, die Wohnung mit ihm aufzulösen. Doch vielleicht ist es wirklich besser so. Jedoch bleibt die Angst, was passiert wenn dieser Schuss nach hinten los geht. Denn ich will immer noch ihn, ich werde nie wieder einen Menschen so lieben können, wie ich ihn liebe. Er soll der Vater meiner Kinder sein und er soll mein Mann für's Leben sein. Ob ich die Frau seines Lebens bin, ob er das will, wird sich zeigen... Ich lasse ihn gehen unter dem Motto: kommt er zurück, gehört er für immer zu mir. Kommt er nicht wieder, hat er niemals zu mir gehört…
20.5.14 13:13
 
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