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Veränderung in meinem Leben

Danke für die Emails. Leider kann ich die Fragen darin nicht beantworten, denn ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet, dass dies jemand liest. Der Sinn und Zweck dieses Blogs ist, meinem Freund irgendwann den Link zu schicken, wenn es zu spät sein sollte.

Ich habe vor ein paar Wochen an einen Infotag teilgenommen. Ein Projekt in Australien. Einziger Hacken, man muss 14 Monate unterschreiben und kann nicht früher abbrechen. Ich hätte sofort unterschrieben und wär gegangen, aber es ist anders gekommen, denn damals hatte ich noch eine riesen Hoffnung, weil mein Freund auf einmal ganz anders war. Wenn ich mich mit ihm getroffen habe, war er irgendwie wieder herzlicher. Dennoch – Australien ist noch nicht vom Tisch, eventuell einfach verschoben – mal sehen was die Zukunft bringt.

Heute ist der 03.07. Vieles hat sich verändert – Ich habe mich verändert.
Ich bin nirgendwo mehr zu Hause. Ich gehöre weder zu dieser Familie, in der ich 19 Jahre lang groß wurde, noch gehöre ich zu ihm. Vielleicht wird mir gerade klar, dass ich dazu bestimmt bin, alleine zu bleiben? Die Gedanken treiben mich langsam in den Wahnsinn.
Ich mache mir viele Gedanken, er sagt mir zwar, ich soll mir keine machen. Als ob ich das abstellen könnte…
Wir haben jetzt noch mehr Probleme als vorher mit dem Geld, bis September muss ich das noch mitmachen, danach bezahlt er irgendwie die Wohnung. Na hoffentlich klappt das, dann kann ich endlich die Schulden abzahlen. Ich habe ihm gesagt, wie sehr wir in der Scheisse stecken, er schlug in einer kurzen Nachricht vor, zurück zu kommen.
Ich habe ihm sofort gesagt, dass ich nicht zurück kommen würde, nur weil es wir uns anders nicht mehr leisten können.
Aber durch dass, das er mir gesagt hat, ich könne doch zurück kommen, hab ich mir tatsächlich überlegt, wie es wohl wäre da zurück zu kehren. Das Ding ist, dass ich meine Gedanken immer sofort abbrechen muss, ich kann es mir nicht einmal mehr vorstellen. Ich weiss nicht was es ist, was mich so deprimiert an diesen Gedanken. Vielleicht derselbe, wie es mich deprimiert hat, zurück zu meiner Mutter zu ziehen?
Ich gehöre einfach nicht mehr dazu, ich gehöre nicht mehr dahin…
Was mir persönlich weh tut, ist einzig und allein das es mir eben nicht mehr weh tut. Es ist schwierig zu erklären aber ich fürchte dass mein Herz einen anderen Weg einschlägt, als ich eigentlich will. Schon so lange hatte ich Angst davor, als hätte ich es ahnen können. Sei es auch nur aus dem Grund, dass ich mich kenne und halt wirklich sehr kompliziert bin. Aber so bin ich – ich kann es ja doch nicht ändern.

Was ich will: Ich will meine Schulden zahlen, will mit ihm wieder zusammen ziehen, Kinder machen und mein Leben mit ihm zusammen im Griff haben und wir auf ewig zusammen bleiben.

Was ich fühle: Ich hatte eine Liebe von der ich SICHER war, dass sie für immer bleibt. Klar sagen es alle, aber ich dachte, bei uns IST es wirklich so. Das dachte ich von ganzem Herzen. Wozu sonst mit jemandem ein Leben aufbauen, dieses Risiko wäre ich niemals eingegangen.
Leider bin ich auf den Boden der Tatsache geknallt und muss nun zugeben, dass auch meine Beziehung nur eine stinknormale Beziehung wie jede andere ist. Sie kann jederzeit in die Brüche gehen.
Lohnt es sich denn, da ein Leben damit aufzubauen, wenn man sich niemals sicher sein kann, ob man das auch ein ganzes Leben lang packt?

Am Samstag habe ich mich mit ihm verabredet, ich geh übernachten bei ihm. Ich hab mich eigentlich gefreut, aber jetzt wo ich so drüber nachdenke, habe ich ein ungutes Gefühl. Woher kommt das? Irgendetwas stimmt doch mit mir nicht... Ich will wissen, ob er das auch hat, jetzt hab ich ihm geschrieben, ob es eventuell zu früh wäre und wir es verschieben sollten. Mal sehen was kommt...

Die Zeit ist etwas Wunderbares und doch so grausames. Sie heilt zwar Wunden, aber sie lässt auch vergessen. Vielleicht ist es die große Enttäuschung, dass die Zeit meine Wunden nicht nur heilt, sondern mich auch Stück für Stück vergessen lässt.
Vergessen was es heißt zu lieben für immer. Vergessen was es heißt geliebt zu werden - für immer. Wieder in mein altes Ich zu schlüpfen und ein Leben alleine zu führen, so wie ich es immer wollte?
Doch noch will ich ihn, noch liebe ich, solange dass noch da ist, gibt es noch eine Chance.
Wenn es soweit kommt, dass ich ihn ganz vergessen habe, dann sage ich nur NIE - WIEDER.
Für immer will ich nur mit mir klarkommen müssen und mit keinem anderen Menschen auf der Welt, außer vielleicht einem Kind...

Denn egal wie alle auf mich Einreden. Mein Freund, Meine Mutter, Mein Vater, wer auch immer. Zwischen all denen "Es wird wieder gut werden" und "Dann sehen wir es anders" und “Ihr seid dann auch reifer“ und "Du gehst mir dann nicht mehr auf den Keks" vergessen sie einfach eines...
Es ist zwar mein Freund, der das ganze ins kurbeln gebracht hat, trotzdem habe ich auch noch eine Meinung. Und ich habe mich verändert in dieser kurzen Zeit.
Und wenn ich noch so viel Geld hätte, und wenn wir uns noch so freuen würden aufeinander, und wenn ich nie wieder ihm auf den Geist gehen würde, meine Enttäuschung bleibt und sie macht etwas mit mir. Das schlimmste ist, ich glaube es ist nicht mal die Enttäuschung auf das Leben oder darauf, dass ich akzeptieren muss, dass ich dieselbe Beziehung habe wie Millionen andere Menschen. Es ist wahrscheinlich die Enttäuschung über eine Erwartung die ich zu hoch gesteckt habe. Das Leben ist halt doch nur ein Leben und die Liebe ist halt doch nur von Menschen gefühlt… Und wie Groß kann das schon sein…
Ich glaube ich sehe die Dinge – wie sie niemals sein werden. Ich erwarte zu viel vom Leben – der Liebe – dem Glauben. Das hat eigentlich nicht nur mit meinem Freund zu tun. Ich erlebe im Moment vieles, was mich aus dem Gleichgewicht bringt. Die Enttäuschung über diese Dinge, irgendetwas läuft in mir ab.
Und es hört nicht auf...
Für meinen Freund und mich: Ich bete zu Gott, dass es so kommt, wie wir uns das Vorstellen. Ich bete zu Gott, er möge mir den Glauben an meine Liebe wiedergeben.
Leider konnte ich ihm in diesen Wochen nie erzählen, was ich hier tatsächlich fühle, dass ich seit Wochen mit mir selber – aber um uns – kämpfe.
Ich glaube auch, es würde ihn nicht so richtig interessieren, oder eben halt wie immer: er würde es nicht verstehen. Es bleibt nur zu hoffen, dass ich meine Gedanken in den Griff kriege und wir wieder das Paar werden, welches wir waren.
Aber als wir uns vor ein paar Wochen so entschieden haben, war uns von Anfang an klar, wir können für nichts garantieren…
3.7.14 14:54
 
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