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Sonntag danach

Heute ist Sonntag, ich habe gestern bei ihm übernachtet. Es ging schon super los, wir haben das Essen angebrannt. Gut es war ein kurzes Desaster, danach war es eigentlich sehr schön. Leider nur befristet, denn der nächste Morgen hat mir gezeigt, dass wir eigentlich nichts mehr miteinander anzufangen haben.
Ich bin ziemlich bald dann gegangen, aber übrig bleibt meine Trauer. Ich bin traurig darüber, dass wir in so vielen Jahren nie gemerkt haben – wie wenig wir eigentlich gemeinsam haben.
Ich habe ehrliche Angst dass ich an etwas festhalte, das am Ende niemals dazu bestimmt war zusammen zu sein. Wie soll ich erklären dass ich es genau so retten will wie er und es irgendwie trotzdem nicht kann. Das ich nicht weiss, wie ich mir vorstellen kann, wieder mit ihm zusammen zu ziehen, und wenn das jetzt schon so ist, wie dann später – in einem Jahr?
Ich liebe ihn und er mich auch. Ich will mein Leben mit ihm führen, er mit mir auch. Aber der Wille alleine reicht doch noch lange nicht. Das einzige was mir noch ein wenig Mut gibt – ist dass ich jetzt so auch nicht glücklich bin.
Aber ist es wirklich dass, was es schlussendlich ausmacht? Aus einer unglückliche Umgebung in die nächste und dann wieder zurück?
Ich mache mir tatsächlich zu viele Gedanken aber ich kann nicht nur um die Ecke denken. Ich mache mir seit eh und je Gedanken um das ganze Leben. Ich sage euch allen, haltet fest was ihr liebt und versucht es früh genug zu merken wenn irgendetwas nicht stimmt. Wir haben zu lange gewartet. Noch sind wir zwar zusammen, aber einer von uns ist nicht wirklich mit der gegeben Lösung klar gekommen und schaut mich jetzt an…
Vergesst niemals – Eine Vase kann kaputt gehen, man kann sie kleben aber die Risse werden immer zu sehen sein…
Ich frage mich jeden Tag ob es etwas ändern würde, wenn ich ihm alles erklären würde, was ich in den letzten Wochen so durchmache in meinem Kopf. Aber was sollte es den ändern?
Was erwarte ich eigentlich? Das Problem ist, ich weiss es nicht. Anfangs klar, wollte ich dass er mich zurück holt, in der ersten Woche wollte ich, dass er mich schrecklich vermisst.
Aber was erwarte ich jetzt – da ich selber auch nicht mehr zu ihm zurück ziehen will, jetzt – da ich mich längst daran gewöhnt habe alleine zu schlafen.
Wisst ihr was? Ich und er hatten eine Tradition. Immer wenn ich schlafen ging, hat er sich an der Tür immer wieder nach mir umgedreht, hat mir einen Kuss zugeworfen, als ob er eine Steinschleuder benutzen würde. Ich habe meine imaginäre Waffe mit einem Kuss geladen und ihn abgeschossen. Danach haben wir mit unseren Händen ein Herz geformt bevor wir uns Gute Nacht gewünscht haben.
Er war eigentlich genervt von dieser Tradition den er wollte schnellst möglichst zu seinem Game.
Genau diese Dinge haben mich Nächtelang weinen lassen. Denn ich wusste, ich werde sie nicht mehr haben.
Mittlerweile ist es mir egal, doch wenigstens bleibt es eine schöne Erinnerung. Es wird immer eins der ersten Dinge sein, wenn ich mich an unsere Zeit zurück erinnere.
Es sind die kleinen Dinge, die irgendwann die großen Emotionen auslösen, bevor sie uns irgendwann egal werden – ABER wir werden uns immer an sie erinnern…
6.7.14 21:40
 
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