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Ich werde es jetzt meinem Freund schicken

Heute ist der 10. Juli. Ich war heute bei meinem Freund und wir hatten wieder eine Diskussion. Er hatte in der letzten Zeit die doofe Angewohnheit, mich zu versetzen, früher heimschicken zu wollen oder mich auf später zu verschieben wenn wir abgemacht haben. Wie auch heute…
Ich bin mit ihm essen gegangen – danach einkaufen und dann wollte er schlafen, weil er nachts nicht schläft, weil er wieder zocken musste (wie immer). Leider verstand er meine Reaktion wieder nicht. Stattdessen wurde er ebenfalls angeschissen schon fast sauer, weil… tja wieso eigentlich?
Ich glaube einzig und alleine weil ich gerade eine Szene aufzog. Aber hatte ich nicht meine Gründe dazu?
Ich habe so viele Male nichts gesagt. Doch was er dazu sagt ist: Ich mache aus einer Mücke einen Elefanten.

Ich habe ihm gesagt, ich werde ihm etwas schicken. Damit meinte ich meinen Blog. Ich werde alles raus kopieren und es ihm auf Word schicken, weil ich diesen Blog weiterführe. Es hilft mir meine Gedanken zu sortieren und vielleicht habe ich ja noch das eine oder andere loszuwerden.
Ich bin in Versuchung alles noch einmal durchzulesen, bevor ich es ihm schicke. Würde ich es tun, würde ich es jedoch abändern und dass ist ja wohl kaum der Sinn daran.
Wieso schicke ich ihm das jetzt? Ich weiss es ehrlich gesagt nicht. Es hat mich heute so deprimiert, dass er nie versteht, was ich ihm sagen will, was ich wirklich meine. Vielleicht kann ich mich einfach nicht richtig ausdrücken, aber wenn er das liest, liest er nichts anderes als ihr. Das Ergebnis wird sich zeigen.
Sollte ich nicht ganz so ehrlich sein jetzt, dann ist es, weil ich weiss, dass er es lesen wird.
Ich geb mein bestes.

Also als ich heute mit ihm in dieser Diskussion saß, sagte er mir … Ich bin viel zu kompliziert.
Aber warum wirft man mir das eigentlich vor? Ich bin doch nur wie ich bin.
Wenn jemand meint - ich wäre zu kompliziert, ist es dann nicht so - dass er einfach nicht mit mir umzugehen weiss? Wer sagt denn wann die Grenze überschritten - und jemand kompliziert ist?
„Kompliziert“ ist doch nur ein Wort, ich bin wie ich bin…

Ich habe ihm heute versucht klar zu machen, dass man nicht erst mit mir abmachen soll um nachher wieder alles zu verschieben / versetzen etc. Alles was er dazu sagt:„Führen wir einen Stundenplan?!“
Bitte tut mir alle einen Gefallen. Sollte es bei euch auch so sein, dass man einfach mal Freundin versetzen kann oder sie früher wegschicken kann als eigentlich abgemacht, oder ihr sagen sie soll erst später kommen (kurz vorher), bitte schreibt mir eine Email. Ich kann nämlich nicht wirklich glauben, dass es bei anderen auch so ist und dass die jeweiligen Partner das so mitmachen. Und ich rede hier nicht von nur ein- zwei Mal…

Ich denke, nach der Diskussion heute, er checkt nicht wirklich die Lage in der wir uns befinden. Nur weil er niemanden hat, der ihm auf den Keks geht und sich freuen kann auf mich und es grad so wie es ist, ganz okay ist, heisst es nicht, dass es für mich auch so ist.
Zugegeben für mich ist auch einiges besser geworden. Ich unternehme wieder etwas mit Freunden, das ist in den letzten Monaten oder sogar Jahren selten geworden (Bis auf ein Projekt, das ich hatte). Nicht wegen meinem Freund, sondern es war halt einfach so.
Er muss doch auch checken, dass ich nicht mehr bei ihm wohne, dass ich es einfach so von heute auf morgen beenden könnte, wenn ich der Meinung bin dass ich das jetzt nicht mehr mitmache.
Er ja auch – aber mir war das von Anfang an klar. Dementsprechend verhalte ich mich aber auch.
Ich vertiefe mich jetzt nicht weiter in dieses Thema, wie er schon sagte… Das Leben ist kein Stundenplan.
Es wird sich zeigen, wie lange das noch funktionieren wird.

Samstag Abend… Da haben wir eigentlich ein Abendessen – unser vierjähriges. Ohne Geld kein Abendessen, und wir haben wieder mal kein Geld. Jetzt bekommt er aber vielleicht welches. Dazu müsste er sich aber bei seiner Mutter melden und diese muss es uns auch noch geben wollen. Ich würd ja sagen, er vergisst es sowieso…
Aber er hat sich auch etwas verändert. Etwas, was wir heute hätten erledigen sollen, hat er schon erledigt. Das hat mich ehrlichgesagt sehr überrascht. Mal sehen ob es klappt.
Aber eine Frage geistert in meinem Kopf. Was sollen wir denn genau feiern? Vier Jahre zusammen… Das ist ein schöner Grund, aber ich kann mich irgendwie nicht damit abfinden.
Vielleicht bin ich nur wieder zu kompliziert…

Oh Mann mittlerweile sind es drei Monate schon her, seit ich ausgezogen bin. Ich glaube langsam etwas tun zu müssen. Ich muss mindestens bis Ende Jahr bei meiner Mutter bleiben um meine Schulden ab zu bezahlen. Noch frage ich mich, wie ich das aushalten soll. Schwierig, sie sind eine Großfamilie, ich bin es mir einfach nicht mehr gewohnt. Wobei – ein wenig konnte ich mich da schon wieder eingewöhnen. Doch noch immer habe ich kein Platz an dem ich sagen kann – hier bin ich zu Hause. Ich werde mir irgendwann – irgendwo diesen Platz schaffen müssen.
Ich hoffe es wird irgendwann wieder mit ihm sein.

An Ihn/ An dich:

Ich hoffe du kannst mich nun ein wenig verstehen. Während ich mir all diese Gedanken in diesen drei Monaten mache – ist es für dich einfach ganz Okay und ich bin selbstverständlich. Denn du denkst diese Sicherheit weiterhin zu haben, dass ich nicht einfach so gehen werde.
Denn wäre das nicht der Fall – würdest auch du dich anders verhalten. JEDOCH blicke ich über meinen Horizont hinaus – und wage eine wunderbare Überlegung.
Denn anders als ich betrachtest du mich vielleicht als selbstverständlich – weil du noch an eine Zukunft mit mir glaubst. Weil für dich klar ist – wir werden wieder zusammenziehen, wir werden uns haben, da werden doch die einen oder anderen Fehler drin liegen dürfen.
Wenn es wirklich so ist – dann danke ich dir hiermit dafür.
Wenn es wirklich so ist – Dann bist du mir überlegen und schon mehrere Schritte weiter als ich.
Aber wenn wir denselben Weg gehen, sollten wir ihn zusammen gehen. Deswegen probier mich zu verstehen – ich bin noch nicht so weit wie du.
Du darfst eines nicht vergessen, damals hast du schon länger gewusst – dass es irgendwann eskalieren wird, ich war völlig unvorbereitet. Vergleiche es so: Während du langsam den Berg runter geklettert bist – Tag um Tag bin ich in einem Tag hinunter gefallen. Während du jedoch wieder hochkletterst, erhol ich mich erst noch von den Verletzungen…
Und solche Dinge – wie das Versetzen oder das früher Heimschicken – die tun mir weh. Genauso wie, dass wir nichts miteinander anzufangen haben. Nichts unternehmen können weil wir einfach zu unterschiedlich sind. Oder das du lieber schlafen gehst als… ich zitiere:„eine Stunde mit dir da rum zu sitzen.“
Man muss mit mir nicht einfach nur rumsitzen. Man könnte reden, man könnte etwas anderes machen. Im Übrigen ist es sowieso immer der Fall. Was können wir schon gemeinsam machen außer TV zu schauen? Das sind die Dinge, die im Augenblick in meinen Gedanken kreisen.

Im Moment mache ich mir eher Gedanken um die Zukunft. Was können wir den Mal unternehmen, sollten wir wieder zusammen wohnen? Ist es dann wieder so – dass er Nächtelang durch zocken wird, ich werde mein Leben haben und er seines? Das ist nicht der Sinn einer Beziehung… Zumindest nicht für mich. Was also soll ich tun?
Soll ich ihm einfach erklären, Ziehe erst mit mir zusammen, wenn du nicht mehr oft zockst, selten kiffst, öfter mit mir zusammen Schlafen kommst? Ja, hiermit tu ich es – indem er dies ja sowieso liest.

Du wolltest ausziehen – weil ich dir auf die Nerven gegangen bin, weil du dein Leben in den Griff kriegen wolltest und aus den Schulden kommen wolltest, etc.
Das alles können wir tatsächlich schaffen. Aber wenn du mit mir das normale Paar wirst, was du sein wolltest, dann aber auch – wenn wir wieder zusammen wohnen.
Ich liebe dich aber noch kämpfe ich mit der Ungewissheit, was sich in uns noch verändern wird. Oder in mir. Wie ich schon sagte, du bist noch im selben Umfeld – ich bin in ein neues Leben rein. Lass mich mit meinen Gedanken nicht alleine und überzeug mich doch auch mal davon, wieder an uns zu glauben. Nicht indem du es mir sagst – sondern indem du es mir zeigst. Dass ich dir wichtig bin, dass du dein zocken für mich auch mal vergessen kannst. Wenn du jetzt wieder denkst:„Mach ich doch“ und „Was soll ich denn NOCH machen“ Dann kannst du es aufgeben. Denn dann hast du immer noch nicht verstanden…
Ich will nur einmal die Gelegenheit haben, so wie du sie jetzt hast, zu wissen was du wirklich denkst und fühlst. Einmal, da musst du mir deine Sicht auf diese Zeit erklären.
Noch einmal: Ich liebe dich und ich hoffe – wir schaffen das.
ABER: Vergiss nicht – was wir von Anfang an wussten: Wir haben keine Garantie…
10.7.14 22:21
 
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